Bergungsgruppe

Die Bergungsgruppe

Die Bergungsgruppe ist eine universell einsetzbare Teileinheit im Technischen Zug. Das Personal und
die Ausstattung sind auf die Bewältigung eines möglichst breiten Aufgabenspektrums ausgerichtet.
Die Aufgaben gliedern sich nach dem Aufgabenkatalog des neuen taktischen Einheitenmodells und
sind numerisch sortiert. Darüber hinaus erfüllt die Bergungsgruppe Unterstützungsaufgaben für andere
(Teil-)Einheiten.

Aufgaben der Bergungsgruppe im einzelnen:

·        Arbeiten am Wasser

·        Beräumen/mechanisches Einwirken

·        Bergen/Retten von Personen

·        Bergen/Retten von Tieren/Sachwerten

·        Bewegen von Lasten

·        Zerteilen Holz

·        Pumparbeiten

·        Schweißen, Brennschneiden

·        Technisch sichern, Hilfskonstruktionen errichten

·        Technisch sichern, Hilfskonstruktionen errichten EGS

·        Tiefbauarbeiten/Erdarbeiten

·        Niederlegen von Bauwerken oder Bauwerksteilen

 

GKW

In jedem guten Haushalt gibt es eine Werkzeugkiste. Das THW besitzt eine auf Rädern: den Gerätekraftwagen (GKW). Etwa 16 Tonnen bringt das Fahrzeug auf die Waage, um Schraubenzieher, Zange und Hammer an die Einsatzstelle zu bringen. Bis zu neun Helferinnen und Helfer sind in der Gruppenkabine vorne mit an Bord.

Doch nicht nur handelsübliches Kleinwerkzeug verbirgt sich im Gerätekoffer im hinteren Teil des Fahrzeuges. Die Grundidee ist einfach: In den Gerätefächern und auf dem Dach wird alles mitgeführt, was im Einsatz gebraucht wird. Zu finden ist Großwerkzeug wie Schaufel, Krankentrage, ein tragbares Stromaggregat, Leitern und Stützen für einsturzgefährdete Häuser. Daneben Spezialwerkzeug für die Menschenrettung, beispielsweise das Abseilgerät sowie unterschiedliche Tragen, die auch als Seilbahn verwendet werden können.

 

Der Werkzeugkoffer des THW 

Auch verschiedenste Geräte zum Anheben schwerer Lasten sind Bestandteil der Beladung. Sie werden benutzt, um Betontrümmer oder Teile verunglückter Fahrzeuge anzuheben. Betrieben werden sie mit verschiedenen Methoden: von Luft über Öldruck bis hin zum Hebelprinzip. Sie müssen ein breites Spektrum abdecken: kleinste Geräte, die direkt in Spalten geschoben werden können, bis hin zu größerem Gerät zum punktuellen Anheben von bis zu 40 Tonnen. Spezialgeräte zum Ziehen von Lasten gehören ebenfalls zum Spektrum des Fahrzeuges. Das Highlight hier: die fest im Fahrzeug verbaute Seilwinde, die direkt fünf Tonnen, mit Hilfe von einfacher Umlenkung wie beim Flaschenzug bis zu 10 Tonnen ziehen kann.

 

Damit die Hilfe auch ankommt, ist das Fahrzeug mit einem zuschaltbaren Allradantrieb versehen. So kommt man auch bei widrigen Straßenverhältnissen an entlegene Punkte. Der Schutz der Helfer ist ebenfalls wichtig: Im GKW vorhandene Pressluftatmer ermöglichen das Atmen selbst bei dichtem Rauch, Staub und giftigen Gasen.