Bergungsgruppe 1

Die 1. Bergungsgruppe

Die Bergungsgruppe 1 (B 1) rettet Menschen und Tiere und birgt Sachwerte aus Gefahrenlagen. 
Sie führt Sicherungsarbeiten in Schadenstellen durch, leistet leichte Räumarbeiten und richtet Wege und Übergänge her. Ferner unterstützt sie technisch und personell die Fachgruppen des THW.


Aufgaben der Bergungsgruppe im einzelnen:

·        erkundet Schadenlagen

·        dringt durch Überwinden oder Wegräumen von Hindernissen zu Schadenstellen vor

·        ortet Verschüttete und Eingeschlossene

·        rettet Verschüttete und Eingeschlossene und leistet dabei "Erste Hilfe"

·        transportiert Verletzte aus Gefahrenbereichen

·        führt technische Sicherungsarbeiten durch und legt ggf. einsturzgefährdete Bauwerksteile nieder

·        rettet Tiere und birgt Sachwerte und transportiert diese aus Gefahrenbereichen

·        birgt Leichen und Kadaver

·        bekämpft im Rahmen von Rettungs-/Bergungsmaßnahmen besondere Gefahren (z. B. Wasser, Entstehungsbrände, etc.)

·        leuchtet Schadenstellen aus

·        baut behelfsmäßige Stege und kleine Brücken

·        rettet Menschen und Tiere und birgt Sachwerte aus Wassergefahren

·        leistet Arbeiten bei Uferbefestigungen, Damm- und Deichsicherung

·        beräumt Schadenstellen zur Beseitigung anhaltender Störungen

·        sichert Objekte mit Abstützsystemen.

 

 

GKW1

In jedem guten Haushalt gibt es eine Werkzeugkiste. Das THW besitzt eine auf Rädern: den Gerätekraftwagen (GKW). Etwa 16 Tonnen bringt das Fahrzeug auf die Waage, um Schraubenzieher, Zange und Hammer an die Einsatzstelle zu bringen. Bis zu neun Helferinnen und Helfer sind in der Gruppenkabine vorne mit an Bord.

Doch nicht nur handelsübliches Kleinwerkzeug verbirgt sich im Gerätekoffer im hinteren Teil des Fahrzeuges. Die Grundidee ist einfach: In den Gerätefächern und auf dem Dach wird alles mitgeführt, was im Einsatz gebraucht wird. Zu finden ist Großwerkzeug wie Schaufel, Krankentrage, ein tragbares Stromaggregat, Leitern und Stützen für einsturzgefährdete Häuser. Daneben Spezialwerkzeug für die Menschenrettung, beispielsweise das Abseilgerät sowie unterschiedliche Tragen, die auch als Seilbahn verwendet werden können.

 

Der Werkzeugkoffer des THW 

Auch verschiedenste Geräte zum Anheben schwerer Lasten sind Bestandteil der Beladung. Sie werden benutzt, um Betontrümmer oder Teile verunglückter Fahrzeuge anzuheben. Betrieben werden sie mit verschiedenen Methoden: von Luft über Öldruck bis hin zum Hebelprinzip. Sie müssen ein breites Spektrum abdecken: kleinste Geräte, die direkt in Spalten geschoben werden können, bis hin zu größerem Gerät zum punktuellen Anheben von bis zu 40 Tonnen. Spezialgeräte zum Ziehen von Lasten gehören ebenfalls zum Spektrum des Fahrzeuges. Das Highlight hier: die fest im Fahrzeug verbaute Seilwinde, die direkt fünf Tonnen, mit Hilfe von einfacher Umlenkung wie beim Flaschenzug bis zu 10 Tonnen ziehen kann.

 

Damit die Hilfe auch ankommt, ist das Fahrzeug mit einem zuschaltbaren Allradantrieb versehen. So kommt man auch bei widrigen Straßenverhältnissen an entlegene Punkte. Der Schutz der Helfer ist ebenfalls wichtig: Im GKW vorhandene Pressluftatmer ermöglichen das Atmen selbst bei dichtem Rauch, Staub und giftigen Gasen.