16.08.2011

Schwelbrand in Recycling-Lager - 4 Ortsverbände im Einsatz

Zur Unterstützung bei der Bekämpfung eines Schwelbrands im Industriegebiet Velbert-Röbbeck wurde das Technische Hilfswerk von der Velberter Feuerwehr angefordert.

 

Benötigt wurden leistungsfähige Radlader und Licht. Hiermit konnten die Ortsverbände Velbert, Düsseldorf, Duisburg & Ratingen dienen...

 

Einen 18-stündigen Großeinsatz von Feuerwehr und THW hatte der Schwelbrand in der Lagerhalle eines Recyclingbetriebs in Velbert zur Folge. Mitarbeiter des Betriebes hatten das Feuer entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Bei Eintreffen der Feuerwehr war die über 2.000 Quadratmeter große Lagerhalle stark verraucht. Der Qualm entstieg geschredderten Kunststoffabfällen, die auf einer Fläche von rund 35 mal 8 Metern etwa vier bis fünf Meter hoch gelagert waren.

 

Zwar war die Verrauchung schnell gestoppt, doch Untersuchungen und Messungen mit Wärmebildkamera, Infrarot-Thermometer und später auch mit einer Heumeßsonde an der Schreddermasse wie auch an der Außenwand zeigten, dass in dem aufgehäuften Kunststoff weitere Brände schwelten. Um diese ausfindig zu machen und zu bekämpfen, musste das Schreddermaterial ins Freie geschafft werden. Zwei Mitarbeiter des Betriebes übernahmen mit firmeneigenen Radladern die Aufgabe, das Schreddermaterial ins Freie zu bringen, wo es ausgebreitet, großflächig abgelöscht und Glutnester bekämpft wurden. Nachdem beide Radlader der Firma jedoch mehrfach wegen Überhitzung den Betrieb einstellten, wurde gegen 21.10 Uhr beim Technischen Hilfswerk Unterstützung angefordert. So wurden die Fachgruppen Räumen aus den Ortsverbänden Düsseldorf und Duisburg mit zwei Bergungsräumgeräten nach Velbert geholt. Um über Stunden pausenlos Kunststoff aus der Hallo holen zu können, kamen zur Ablösung weitere Fahrer für die Radlader aus Ratingen hinzu. Zusätzlich zu den Löscharbeiten hatte die Feuerwehr eine Beleuchtung des Geländes aufgebaut, die durch den Lichtmastanhänger und mehrere Scheinwerfer der Fachgruppe Beleuchtung ergänzt wurden. So wurde die ganze Nacht hindurch an der Räumung des betroffenen Hallenteils gearbeitet. Nachdem die ursprünglich für die Ablagerung des Materials vorgesehene Fläche erschöpft war, wurden die Aufstellung der Fahrzeuge und die Beleuchtung auf dem Hof in der Nacht geändert. So konnten weiter große Mengen Kunststoff aus der Halle geholt und abgelöscht werden. Gegen neun Uhr in der Früh konnten die Transport- und Löscharbeiten abgeschlossen und der Einsatz nach etwa einstündigen Aufräumarbeiten beendet werden.

 

An dem Einsatz waren seitens des Technischen Hilfswerks die Orstverbände Düsseldorf, Duisburg, Ratingen und Velbert mit insgesamt fünfzehn ehrenamtlichen Einsatzkräften und zehn Fahrzeugen beteiligt.

16-08-11

VON: NICO JOHANN


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